8. und 9. März: Joblinge in unserem Garten

Auch in diesem Jahr bekamen wir wieder ganz hervorragende Hilfe von den "Joblingen"!

>>Bei JOBLINGE engagieren sich Wirtschaft, Staat und Privatpersonen gemeinsam, um junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen zu unterstützen. Das Ziel: echte Jobchancen und die nachhaltige Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft. Über passgenaue Qualifizierung, ehrenamtliches Mentoring und Begleitung während der Ausbildung erreicht die Initiative weit überdurchschnittliche Erfolge – 70 % der Jugendlichen schaffen den Sprung in das Berufsleben.
Zur Integration junger Flüchtlinge hat JOBLINGE ein spezifisches Programm entwickelt.
(Aus dem Internetauftritt JOBLINGE) <<

An zwei Tagen, dem 8. und 9. März 2018, bekamen die Aspiranten die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in den Bereichen 'soziales Verhalten, handwerkliches Geschick, Team- und Unternehmungsgeist und Auffassungsgabe' zu zeigen. Vor allem wurde die Bereitschaft geprüft, zugewiesene Aufgaben mit Eigenständigkeit  oder auch mit auferlegter Autorität zu verrichten.

All diese Dinge sind Voraussetzung, um in das Förderprogramm "Joblinge" aufgenommen werden zu können.


Drei junge Frauen und sechs junge Männer haben sich in diesem Jahr dermaßen ins Zeug gelegt, dass ich als Leiter dieser Aktion manchmal schon ins Schwitzen kam: Wo nehme ich schnell noch eine Aufgabe her, weil die letzte schon hervorragend abgeschlossen wurde?

"Hallo Norbert" rief es aus allen Ecken, oder - ganz süß von den Mädels - "Hallo Herr Norbert!", wenn gerade meine Hilfe gebraucht wurde. So toll war diese Truppe unterwegs, freudig und voller Elan! Das machte einen mordsmäßigen Spaß.

Ganz herzlichen Dank im Namen unserer Gärtnergemeinschaft! Mit einer solchen Bereitschaft und dem zugehörigen Willen werdet ihr sicher euren Weg finden: Wir wünschen euch viel Erfolg dabei!

Zum Fotografieren kam ich erst am zweiten Tag, und das auch nur kurz: Der Akku meiner kleinen Ersatzkamera gab den Geist auf...

Hier meine kleinen Schnappschüsse vom Freitag:

Es gibt aber noch viel mehr zu sehen auf den Seiten unserer Mitgärtnerin Ilona, die uns mit gleich zwei Kameras belauscht hatte: einer Fotokamera und einer Videokamera!
Schaut mal hier -  und auch da!

Als Ergänzung zum Freitag, als ich nicht mehr knipsen konnte, hier mehr Bilder:

Die Mitarbeiterin von "Joblinge", Fatos Bueyuek war eingesprungen und hat mir noch eine Menge Bilder geschickt. Lieben Dank, Fatos!

 

Dieser Artikel fällt eindeutig unter "Besonderes"...

Vandalismus auf unserer Bühne!

In der Nacht am Freitag, den 16.3., haben Anwohner die Polizei alarmiert: mehrere Jugendliche und junge Erwachsene haben sich lautstark auf der Bühne ausgetobt!

Glücklicherweise sind sie diesmal erwischt worden: die Jugendlichen wurden ihren Eltern überstellt, alle zusammen bekamen Platzverbot.

Ein Artikel darüber befand sich in der Sonntagsausgabe der Rheinpfalz vom 18.3.2018.

Wahrscheinlich wird das Museum Strafanzeige stellen; was dabei herauskommt, werde ich hier berichten.

In dem Zeitungsartikel war von Zerstörung die Rede, auch von Pflanzgefäßen; das habe ich allerdings nicht feststellen können. Die Bilder der Bühne zeigen aber, wie sehr sich diese Bande ausgetobt hat!

 

Neues zu diesem Thema

Es gibt immer wieder Überraschungen, sogar positive!

Am Sonntag hatte ich diese Aufnahmen gemacht und auch einen Hinweis aufgehängt, dass man bitte dies alles so belassen soll, bis die Polizei spätestens am Dienstag mit der Bestandsaufnahme fertig ist.

Schon am Montag aber lagen die Flaschen nicht mehr am Boden, sondern standen auf den Tischen; auch auf dem zuvor umgestürzten!

Am Mittwoch entschuldigte sich ein junger Mann ausländischer Abstammung, der häufiger im Garten ist, bei mir: Ihm ging die Sauerei so auf den Keks, dass er aufräumen musste - den Hinweis habe er zu spät gesehen...

Am Donnerstag waren drei Mädels auf der Bühne, eins fegte gerade nochmal richtig durch.
Alles stand wieder korrekt da, aller Schmutz war weg; selbst auf dem Mosaik-Tisch sah es nicht mehr so brutal aus! Nur der Boden... Den müssen wir richtig schrubben.

Es geht also auch anders! Klasse!

24. März: Aktion saubere Stadt

Wie in den letzten Jahren haben wir auch diesmal an dieser Aktion teilgenommen:

Großes Reinemachen war angesagt, wobei der von der Stadt bereit gestellte Container am Ende fast nicht mehr zuging!

Bilder nach der Abholung des Containers zeigen, wie sehr sich das Areal rund um den "Schatten" verändert hat.

 

26. März: Gedenktag

Bernd Werz, unser Urgestein und Engel des Gartens, nimmermüder Scherzbold und Freude verbreitender Mensch in allen Lagen:

Heute betrauerten wir seinen Abschied vor einem Jahr! Wir gedachten ihm mit - natürlich - trauernden Gefühlen, aber vor allem auch mit einem Lächeln und Lachen, das er uns immer auf die Gesichter zu zaubern vermochte.

Die kleine, aber sehr intensive Ansprache von Theresia Kiefer brachte diesen wertvollen Aspekt unseres ehemaligen Kollegen und Freundes auf den Punkt; ein wundervoller Vortrag von Gabriele rundete dieses Gedenken ab mit einem Text von Reinhard Mey und der gefühlvollen Begleitung der Mundharmonika von Karl-Heinz:

Lass nun ruhig los das Ruder,
Dein Schiff kennt den Kurs allein.
Du bist sicher, Schlafes Bruder
Wird ein guter Lotse sein.

Lass nun Zirkel, Log und Lot
Getrost aus den müden Händen,
Aller Kummer, alle Not,
Alle Schmerzen enden.

Es ist tröstlich, einzusehen,
Dass nach der bemess’nen Frist
Abschiednehmen und Vergehen
Auch ein Teil des Lebens ist.

Und der Wind wird weiter wehn,
Und es dreht der Kreis des Lebens,
Und das Gras wird neu entstehn,
Und nichts ist vergebens.

Es kommt nicht der grimme Schnitter,
Es kommt nicht ein Feind,
Es kommt, scheint sein Kelch auch bitter,
Ein Freund, der’s gut mit uns meint.

Heimkehr’n in den guten Hafen
Über spiegelglattes Meer,
Nicht mehr kämpfen, ruhig schlafen,
Nun ist Frieden ringsumher.

Und das Dunkel weicht dem Licht,
Mag es noch so finster scheinen.
Nein, hadern dürfen wir nicht -
Doch wir dürfen weinen.

Hier nun die Bilder dieses Gedenktages: